
Die Texte dieser Website spiegeln die Schwerpunkte meiner Arbeit in den letzten 25 Jahren wieder. Sie sind daher nicht immer aktuell und entsprechen auch nicht zwangsläufig meinen heutigen Positionen. So glaubte ich früher beispielsweise einmal daran, dass psychische Krankheiten existieren und dass sie behandelt werden können und müssen. Heute weiß ich, dass es keine psychischen Krankheiten gibt. Menschen mit Lebensstilen, die von der gesellschaftlichen Norm und den Erwartungen ihrer Mitmenschen abweichen, sind nicht krank, auch wenn sie unter ihrer Abweichung leiden. Diese Lebensstile beruhen auf außergewöhnlichen Lebenserfahrungen. Lebensstile und Lebenserfahrungen sind kein Gegenstand der Medizin.
Sie finden in dieser Website, neben unterschiedlich langen Artikeln zu Themen der Psychiatrie, Psychotherapie und Psychologie, auch Gedichte, Erzählungen und zwei Romane zum Thema "Bewusstseinskontrolle" ("Mind Control") - und zwar den dokumentarischen Roman "Der Zünder" und den phantastischen Roman "Zeitzone Null". Das Sachbuch "Unsichtbare Ketten" zum gleichen Thema, das bis vor kurzen noch zum Download zur Verfügung stand, liegt nunmehr in einer Druckausgabe vor und kann aufgrund einer verlagsvertraglichen Vereinbarung nicht mehr heruntergeladen werden. In meinen Blogs "Marx & more" und "Der Antiamerikaner - Blog für alteuropäisches Denken" setze ich mich mit politischen Fragen auseinander.
Hans Ulrich Gresch: Hypnose, Bewusstseinskontrolle, Manipulation. Sachbuch. Düsseldorf (Elitär Verlag) 2010
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Zu den umfangreicheren Abteilungen dieser Website gehören u. a. Abhandlungen zu den Themen "Borderline-Persönlichkeitsstörung", "Instrumental Enrichment Program" (Feuerstein), "Konduktive Förderung" (Petö), "Medizinische Resonanz Therapie Musik" (Hübner), "Multiple Persönlichkeitsstörung und ritueller Missbrauch" sowie "Trance und Meditation". In meinem "Lexikon der psychischen Störungen" beschreibe ich die wichtigsten Psychodiagnosen (Warnhinweis: Psychodiagnosen können tödlich sein!).
An dieser kurzen und unvollständigen Auflistung der Themen dieser Website können Sie erkennen, dass Sie hier keine in sich geschlossene Präsentation eines einzelnen Wissensgebiets erwarten dürfen. Meine Website bietet vielmehr eine sehr heterogene Mischung aus klinisch psychologischen, wirtschaftspsychologischen, psychiatrischen, psychotherapeutischen, historischen, politischen und literarischen Themen. Die Schwerpunkte dieses Sammelsuriums spiegeln nur teilweise meine eigenen Interessen wider. Sie entsprechen häufig den Aufträgen, die ich in den letzten 25 Jahren von Arbeitgebern und Kunden erhalten habe.
Für eine grundlegende Überarbeitung der gesamten Website, die sicher sinnvoll wäre, fehlt mir die Zeit; und wenn ich ehrlich sein soll, habe ich auch keine Lust dazu. Statt also Widersprüche auszumerzen, neue Gesichtspunkte einzuarbeiten, alte Irrtümer zu korrigieren und Rechtschreibefehler zu suchen, wende ich mich lieber neuen Texten zu - in der Hoffnung, dass dies auch im Interesse meiner Leser liegt.
Auch meine methodologischen Grundpositionen haben sich im Laufe der Jahre geändert. Bevor ich Psychologie zu studieren begann, war ich ein leidenschaftlicher Verfechter der Psychoanalyse. Im Laufe des Studiums wandelte ich mich zum Anhänger der Kognitiven Psychologie. Heute stehe ich jeder Form der Psychologie, die sich als naturwissenschaftlich versteht und das Experiment als Königsweg der psychologischen Erkenntnis betrachtet, hochgradig skeptisch gegenüber. Nunmehr interessieren mich vor allem die Geschichten, die wir uns selbst und anderen über uns selbst und unsere Welt erzählen. Diese Geschichten prägen nicht nur unsere Identität; sie sind unsere Psyche. Und diese Geschichten sind Kapitel im großen Buch der Geschichte unseres Volkes und der Menschheit. Aus meiner heutigen Sicht kann man menschliches Verhalten nur verstehen, wenn man die Geschichten und die Geschichte begreift, in die es eingebettet ist.
Mit der gegenwärtigen Situation in den Psycho-Wissenschaften Psychologie und Psychiatrie bin ich sehr unzufrieden. Sie dienen überwiegend dazu, im Kern uralte Methoden der Manipulation bis hin zur mentalen Versklavung durch hochtrabende Begriffe und irreführende Theorien als Hilfe oder Therapie zu verklären. Von den Folgen sind nicht nur jene unglücklichen Menschen betroffen, die freiwillig oder gezwungen die Dienstleistungen dieser Zünfte in Anspruch nehmen. Auch wenn wir noch nicht in einer Psychokratie leben, wie manche amerikanische Kritiker meinen, so mehren sich doch die Anzeichen dafür, dass wir mit mächtigen Schritten in diese Richtung voranschreiten. Man bedenke z. B., wie tief die Begrifflichkeit der Psychologie und Psychiatrie im alltäglichen Sprachgebrauch bereits verwurzelt ist. Dass verlassene Ehepartner ihre Verflossenen und Arbeitgeber missliebige Mitarbeiter durch Psychodiagnosen pathologisieren, ist heute nichts Ungewöhnliches mehr und wird meist stillschweigend hingenommen. Psycho-Trainer überschwemmen die Unternehmen und maßen sich Urteile über Angestellte an. Die Zahl der Zwangseinweisungen wegen angeblicher Selbst- bzw. Fremdgefährdung aufgrund einer so genannten psychischen Störung steigt von Jahr zu Jahr. Die Spontaneität, neben der Vernunft das stolze Merkmal des Menschengeschlechts, erstickt im Mief psychologisierender Nabelschau.
Oft werde ich gefragt, ob solche Bekenntnisse nicht meine Glaubwürdigkeit als Psychologe ruinieren. Das mag auf den ersten Blick so scheinen; vielleicht ist diese Offenheit wirklich nicht besonders smart. Es wäre vermutlich klüger und profitabler, mich selbst als unermüdlichen, liebevoll bemühten Helfer darzustellen, der auch in scheinbar ausweglosen Situationen stets Rat weiß - dank einer Wissenschaft, die dem psychologischen Alltagswissen haushoch überlegen ist. Unabhängig davon aber möchte ich meinen Mitmenschen kein Bild von mir zumuten, das mich bei anderen höchst misstrauisch machen würde. Immerwährendes professionelles Wohlwollen und stets ungetrübter Durchblick sind nämlich schlicht und ergreifend unmenschlich. Nietzsche schrieb, die unausweichliche Konsequenz des Christentums seien Ressentiment und schlechtes Gewissen. Dies dürfte wohl auch bei Psycho-Gewerblern der Fall sein, die sich als immer verständnisvolle, tief blickende Gutmenschen inszenieren. Es mag ja sein, dass man Derartiges von Psychologen erwartet - dass man sie also nur für glaubwürdig hält, wenn sie sich unglaubwürdig betragen. Solche Erwartungen richten sich ja auch an Leute, die auf dem Jahrmarkt Unüberbietbares verkaufen. Es mag also durchaus sein, dass die Welt betrogen werden will. Mag ja sein. Andererseits ist es in einem Gewerbe, in dem Hochstapelei und Scheinheiligkeit ziemlich häufig angeboten werden, gerade ein Alleinstellungsmerkmal (unique selling proposition), wenn man nicht das branchenübliche unübertroffene Schlangenöl im Musterkoffer hat. Wie auch immer: Je älter ich werde, desto fauler werde ich auch - und das bisschen Kraft, das mir noch bleibt, verausgabe ich lieber für etwas, was mehr Spaß macht als Verstellung.
Für Menschen mit Fragen zu Problemen des Verhaltens und Erlebens biete ich eine Online-Beratung an, die telefonisch oder via eMail erfolgen kann. Sie dürfen hier keine Psychotherapie aus der Ferne erwarten und auch keine sonstwie geartete Hilfe für Kranke. Selbstverständlich betreibe ich keine Psychodiagnostik und verzichte generell auf den pseudo-wissenschaftlichen Jargon der Psychologie und Psychiatrie. Wer sich selbst als krank versteht, braucht vielleicht einen Arzt, mich jedenfalls nicht. Meine Beratung richtet sich an Menschen, die Fragen im psychologischen Bereich klären oder Probleme des Verhaltens und Erlebens aus eigener Kraft lösen und darüber mit einem Menschen sprechen wollen, der sich mit diesen Themen seit über dreißig Jahren systematisch auseinandersetzt. Ich berate natürlich auch Klienten, die von anderen als psychisch krank eingestuft wurden, sich mit dieser Diagnose aber nicht zufriedengeben wollen. Meine Beratung ist kostenpflichtig (€ 40,00 + € 7,60 MwSt. pro Stunde).
© Hans Ulrich Gresch (für sämtliche Texte; S. Seferlyn und C. F. Solwega sind Pseudonyme von Hans Ulrich Gresch)
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Dipl.-Psych. Dr. Hans Ulrich Gresch (Gästebuch)
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